Montag, 11. November 2013

Sansibar - Michamvi

In Michamvi gibt es nicht ganz so viele Touristen und da es noch nicht Hochsaison war, war es dort sehr ruhig. Mit dem Taxi von Stonetown haben wir so 1 bis 1 1/2 Stunden gebraucht. Die Taxifahrt war der Knüller! Das Vehikel gestaltete sich als ein busartiger Kombi und der Fahrer hat während der gesamten Fahrt ein Celine Dion Album gehört...wir haben ihn sogar beim Mitsingen erwischt, was besonders lustig war, weil er ein seeeehr cooler Typ zu sein schien =).
Ich genieße es immer während den Fahrten aus dem Fenster zu schauen und mich von den Eindrücken berieseln zu lassen. Manchmal würde ich dann am liebsten anhalten und mal kurz fragen "Was macht ihr eigentlich da? Könnt ihr mir das erklären?"
Als wir in unserem Hotel ankamen, stellte sich heraus, dass wir einen eigenen kleinen Bungalow beziehen konnten. Es war so schön dort, das man quasi sofort die Entspannung spüren konnte. Die Besitzer, oder zumindest die Leute, die dort arbeiteten waren recht skurrile Rastas. Da wir recht spät am Nachmittag ankamen, hatten wir gerade noch genug Zeit ein Bierchen zu holen, zum Strand zu laufen und den letzten Rest des Sonnenuntergangs zu genießen....


Danach aßen wir zu Abend und kümmerten uns um eine Flasche Konjagi. Die Rastas gesellten sich zu uns und verwickelten uns in absurde Gespräche. Man man man: "Marihuaana - ist nicht guta - Mache dir, die Futte kaputte". Die lebten wirklich auf einem anderen Stern. Waren aber sehr nett. Während wir dort saßen hörten wir die Bushbabys schreien, diese sagenhaft niedlichen Geschöpfe! Leider konnte ich keines sehen...
Eigentlich wollten wir am nächsten Tag schon wieder nach Stonetown fahren, aber wir schliefen dann doch lieber aus und blieben noch eine Nacht länger.

Morgens unter dem Vordach unseres Bungalows:

Tagsüber machten wir einen kleinen Strandspaziergang. Plötzlich rief uns so ein kauziger Typ von der Seite an, begrüßte uns und sagte er habe ein Restaurant gleich um die Ecke, wir sollten doch bei ihm vorbeikommen! Wir verschoben das auf später und gingen erstmal weiter, bis wir an den Rand eines Mangrovenhains kamen.








Es war sehr heiß und der Sand blendete, aber es war so schön dort! Wir entschlossen uns auf dem Rückweg bei Chef Jay Jay (so hieß der Kauz) vorbeizuschauen, da er uns nochmal begegnete, wie er von einem Fischer gerade frische gefangene Calamaren entgegennahm und diese uns zu essen anbot. Was für ein Gastronomie-Erlebnis! Unter kleinen Palmenblatt-Dächern konnte man in kleinen Gruppen sitzen, nur war außer uns niemand da! Der Chef musste auch erstmal fürs kochen einkaufen gehen, da er nur Bier da hatte. Das kam uns eigentlich ganz gelegen, also tranken wir erstmal eine kaltes Kilimanjaro Bier, machten mit meinem Handy Musik an und warteten. Irgendwann kam Jay Jay auch zurück und brachte Wasser und fing an zu kochen. Leider war das Essen nicht allzu gut...Er setzte sich noch ein bischen zu uns, um sich mit uns zu unterhalten, und dachten: "Mensch, das ist aber ein netter Typ" - bis wir dann zahlen wollten. So viel Geld hatten wir gar nicht dabei und mussten deshalb später nochmal zurückkommen um den Rest zu bezahlen. Man, hat der uns über den Tisch gezogen. Ich weiß nicht mehr wie viel genau wir bezahlt haben, aber wir mussten danach arg mit dem Geld kalkulieren, da es dort keinen ATM gab, und das Taxi, das uns zurück nach Stonetown brachte, musste uns zu einem Geldautomaten bringen, damit wir es bezahlen konnten!
Es war übrigens der gleiche Taxifahrer, wie auf der Hinfahrt, nur lief diesmal nicht Celine Dion...Schade! =)


Sonnenuntergang Michamvi die Zweite:




Samstag, 9. November 2013

Sansibar

Anfang Oktober waren Doa und ich 4 1/2 Tage auf Sansibar, in Stone Town und in Michamvi.
Mit der Fähre fährt man von Dar es Salaam los. azam
ist eine Firma, die alles mögliche herstellt und einem mittlerweile sehr, sehr, sehr reichen Mann gehört: von Eiscreme, bis Cola, bis hin zu den Fähren, die nach Sansibar übersetzen - alles azam; azam ist überall.
Den ersten lustigen Moment hatten wir schon, als wir unsere Tickets gekauft und unsere Boardingkarte bekommen haben. Wir buchten zwar economy, wurden aber als Wazungu automatisch in die Buisness Class gesteckt. Wir bekamen eine gelbe Plastik-Boardingcard aud der stand: azam Quality Service - Foreigner Only - We care for you.
Die Fähre fährt super schnell und der Seegang ist nicht ohne, sodass einem recht schlecht werden kann und die Fahrt dauert 1 1/2 bis 2 Stunden. Wenn man dann allerdings die Küste Sansibars entdeckt, ist das ein sehr befreiendes Gefühl. Das Wasser dort hat eine ganz andere Farbe - es ist viel blauer, fast grün.


Leolein hat uns vom Hafen abgeholt und wir konnten mit ihr ein Zimmer teilen. Nachdem wir unsere Sachen weggebracht haben, sind wir zunächst ins Stonetown Cafe und haben Kaffee getrunken und Avocado-Sandwiches gegessen. Super süßes Cafe und Stonetown mit seinen verwinkelten Gassen war uns sofort symphathisch.Wenn man aus Dark kommt ist es super schön mal eine andere Art von Geschäftigkeit zu erleben...Danch sind wir weiter ins ins Afrika Haus gegangen um dort in der Sunset Bar auf der Dachterasse Bier zu trinken und den Sonnenuntergang zu betrachten:












Samstag, 2. November 2013

Bagamoyo - der letzte Tag

Am Sonntag, unserem letzten Tag in Bagamoyo, haben wir leichten Herzens aus unserem Hostel ausgecheckt und wollte dann eigentlich gerne im Poa Poa (gut gut) Restaurant frühstücken. Am Tag zuvor hatten wir dort sehr lecjere Chapati-Wraps gegessen und fanden es dort sehr schön...leider hatte es am Sonntag Ruhetag, sodass wir dann wo anders hingegangen sind...das war zwar längst nicht so lecker, aber es ging ;)
Dann: Beachi Day bis zur Abfahrt am frühen Nachmittag =) Der Strand in Bagamoyo ist sehr schön!
Am Busbahnhof haben wollten wir dann noch etwas zu Mittag essen und sind deshalb in einer kleinen Hütte eingekehrt. Dort sah es eigentlich gar nicht so aus, als ob es etwas zu essen gäbe, aber es gab Reis mit Bohnen und es war sooo lecker! =)















Bagamoyo Spaziergang zur katholischen Mission

Nachdem wir von unserem Ausflug zurückgekehrt waren, haben wir einen Spziergang zur alten katholischen Mission(sschule) unternommen. In Bagamoyo gibt es viele Gebäude, die recht geschichtsträchtig sind und eigentlich müsste man nicht erst nach Kaole fahren, um Ruinen zu sehen...Die Atmosphäre in dem kleinen Städtchen ist dennoch sehr schön und es gibt viel zu sehen.




 Aufgemalte Kondom-W


erbung


 

Mangobaumallee zur katholischen Mission.

Bei der katholischen Mission ist ein kleines Museum untergebracht, das unter anderem an die Sklavenhandel- und Kolonialzeit erinnert.





Bagamoyo: Mamba Range

Auf dem Rückweg von den Ruinen haben wir dann noch eine Krokodilfarm besichtigt. Hier werden Krokodile gezüchtet und geschlachtet um die Haut vor allem nach Europa zu verkaufen, wo daraus Handtaschen, Schuhe, Gürtel etc. hergestellt werden. Das Fleisch der geschlachteten Krokodile wird skurrilerweise an die lebenden Krokodile verfüttert.
Der ganze Besuch dort hatte etwas absurdes an sich. Aus dem bajaji ausgestiegen sahen wir - nun ja - nichts. Ein paar Mamas, die etwas kochten und ein kleiner Stand, an dem typischer Touri-Schmuck verkauft wurde...Dann kam ein Typ auf uns zu, der scheinbar der Krokodilhüter zu sein schien - kurz um den Preis verhandelt und dann nahm er uns einen (gefühlt ewig langen) Weg mit bis wir vor ein paar Betonbecken ankamen.
Nach Größen getrennt werden die Krokodile dort untergebracht, und wenn sie Junge bekommen, geht der Krokodilhüter einfach in die Becken rein und holt die Kleinen raus, damit sie nicht von den Großen gefressen werden. Er erzählte uns, er sei aber noch nie gebissen worde - Der Krokodilflüsterer.