Ich genieße es immer während den Fahrten aus dem Fenster zu schauen und mich von den Eindrücken berieseln zu lassen. Manchmal würde ich dann am liebsten anhalten und mal kurz fragen "Was macht ihr eigentlich da? Könnt ihr mir das erklären?"
Als wir in unserem Hotel ankamen, stellte sich heraus, dass wir einen eigenen kleinen Bungalow beziehen konnten. Es war so schön dort, das man quasi sofort die Entspannung spüren konnte. Die Besitzer, oder zumindest die Leute, die dort arbeiteten waren recht skurrile Rastas. Da wir recht spät am Nachmittag ankamen, hatten wir gerade noch genug Zeit ein Bierchen zu holen, zum Strand zu laufen und den letzten Rest des Sonnenuntergangs zu genießen....
Danach aßen wir zu Abend und kümmerten uns um eine Flasche Konjagi. Die Rastas gesellten sich zu uns und verwickelten uns in absurde Gespräche. Man man man: "Marihuaana - ist nicht guta - Mache dir, die Futte kaputte". Die lebten wirklich auf einem anderen Stern. Waren aber sehr nett. Während wir dort saßen hörten wir die Bushbabys schreien, diese sagenhaft niedlichen Geschöpfe! Leider konnte ich keines sehen...
Eigentlich wollten wir am nächsten Tag schon wieder nach Stonetown fahren, aber wir schliefen dann doch lieber aus und blieben noch eine Nacht länger.
Morgens unter dem Vordach unseres Bungalows:
Tagsüber machten wir einen kleinen Strandspaziergang. Plötzlich rief uns so ein kauziger Typ von der Seite an, begrüßte uns und sagte er habe ein Restaurant gleich um die Ecke, wir sollten doch bei ihm vorbeikommen! Wir verschoben das auf später und gingen erstmal weiter, bis wir an den Rand eines Mangrovenhains kamen.
Es war sehr heiß und der Sand blendete, aber es war so schön dort! Wir entschlossen uns auf dem Rückweg bei Chef Jay Jay (so hieß der Kauz) vorbeizuschauen, da er uns nochmal begegnete, wie er von einem Fischer gerade frische gefangene Calamaren entgegennahm und diese uns zu essen anbot. Was für ein Gastronomie-Erlebnis! Unter kleinen Palmenblatt-Dächern konnte man in kleinen Gruppen sitzen, nur war außer uns niemand da! Der Chef musste auch erstmal fürs kochen einkaufen gehen, da er nur Bier da hatte. Das kam uns eigentlich ganz gelegen, also tranken wir erstmal eine kaltes Kilimanjaro Bier, machten mit meinem Handy Musik an und warteten. Irgendwann kam Jay Jay auch zurück und brachte Wasser und fing an zu kochen. Leider war das Essen nicht allzu gut...Er setzte sich noch ein bischen zu uns, um sich mit uns zu unterhalten, und dachten: "Mensch, das ist aber ein netter Typ" - bis wir dann zahlen wollten. So viel Geld hatten wir gar nicht dabei und mussten deshalb später nochmal zurückkommen um den Rest zu bezahlen. Man, hat der uns über den Tisch gezogen. Ich weiß nicht mehr wie viel genau wir bezahlt haben, aber wir mussten danach arg mit dem Geld kalkulieren, da es dort keinen ATM gab, und das Taxi, das uns zurück nach Stonetown brachte, musste uns zu einem Geldautomaten bringen, damit wir es bezahlen konnten!
Es war übrigens der gleiche Taxifahrer, wie auf der Hinfahrt, nur lief diesmal nicht Celine Dion...Schade! =)
Sonnenuntergang Michamvi die Zweite:








