Skurril. Das würde auch passen...Ein Mädel mit riesigen Ohrringen sprach mich auf dem Campus an, ob ich nicht Lust hätte zu einer Modenschau am Wochenende zu kommen. Na klar! Doa und ich also ins bajaji und los. Zu Hause war eh der Strom weg und dann macht das keinen Spaß in der Bude =) Nach einigem hin und her und nach dem Weg fragen haben wir dan auch das Havana Cafe gefunden, wo das ganze unter dem Namen "High Fashion Tea" stattfinden sollte. Mansollte dazu sagen, dass wir im Bonzenviertel unterwegs waren, wo riesige Luxushotelanlagen stehen. Das war ein Kulturschock kann ich euch sagen, der mit Gefühlen des Ekels einherging. Kurz: Doa und ich fühlten uns absolut fehl am Platz. Die Frauen waren in schicken Kleidern und Highheels gekleidet, es gab Häppchen und Weißwein (der gar nicht lecker war) und das Cafe war mit Stühlen ausgestattet, die auch von Harald Glööööckner hätten sein können und an den Wänden waren Wandtatoos, die Orchideen abbildeten angebracht. Nach einer ganzen Weile des Sehens und Gesehenwerdens ging dann auch mal die Modenschau los, die mir dann sehr symphatisch war. Einige lokale Designer hatten Kollektionen kreiert, die von etwa 8 Models vorgeführt wurden. Die Models waren Frauen in sehr unterschiedlichen Formen und Größen: Von der schwangeren Mama bis hin zur dürren "Hippe" =) Sehr symphatisch!
Doa und ich beim probieren unseres Werbegeschenkes: Ein glitzernder Lipgloss! :D
Häppchen
Die Models
Hmmmhmmm...eeehhheeee...ich nehme das Weintrinken sehr ernst ;)
Nach der Veranstaltung wollten wir eigentlich etwas essen gehen, hatten aber vergessen, dass Sonntag war und an diesem Tag die meisten Restaurants in Dar geschlossen haben...schade! Wir sind dann Ewigkeiten mit verschiedenen bajajis herum und suchten...irgendwann waren wir einfach nur noch hungrig und müde und mussten aber auf unseren bajaji-Fahrer warten, der kam und kam nicht, weil er uns falsch verstanden hatte und an einem ganz anderen Ort auf uns wartete! Es wurde dunkel und wir bekamen schiss, mein handyakku ging aus, sodass wir ihn nicht mehr anrufen konnten. Wir gingen zur Hauptstraße um nicht mehr so abgeschieden im Dunkeln zu stehen (Nachdem uns ein in einem Jeep fahrende weiße Frau gewarnt hatte, dass die Gegend nicht sicher sei). Irgendwann konnte ich mein Handy wenigstens so lange anmachen um Doa die Nummer unseres Fahrers zu geben. Nach zahlreichen Gesprächen, unter anderem mussten wir das Handy wildfremden geben, damit die auf swahili erklären konnten wo wir eigentlich sind, haben wir zusammengefunden! Puh! Wir fragten dann ob er nicht irgendetwas kennen würde, wo wir was zu essen bekämen und er organisierte und Chipsi Kuku. Mann war das lecker! Und: schöner Kontrast: von High Fashion zu Grillhühnchen mit Pommes! :D
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