Ein halbes Jahr in der Großstadt. Und dann auch noch in Tanzania - über 10.000 Km von zu Hause entfernt! sagen wir 12.000 Km! ;) Das kann ja was werden! Nach einem Monat hier schaffe ich es anscheinend endlich einen Blog zu erstellen um meine Erfahrungen teilen zu können
Dienstag, 18. Februar 2014
Aufregung! Morgen gehts los auf große Reise!
Ich werde mir nun also den Traum verwirklichen meinen Geburtsort zu besuchen. Morgen früh geht es mit dem Flugzeug los: von Dar es Salaam nach Mwanza am Viktoriasee. Dort werden wir 2 Tage bleiben um dann mit der Nachtfähre über den Viktoriasee (!) nach Bukoba zu reisen. Von dort aus werden wir dann mit dem Bus nach Uganda einreisen (hoffentlich ohne längeren Aufenthalt in Bukoba) mit dem Ziel Kampala, wo wir wiederum 2 Tage bleiben werden. Finaler Weise fahren wir mit dem Bus nach Arua und treffen dort den Sohn eines Mannes der damals meine Eltern kannte. Mit diesem Sohn bin ich über Facebook in Kontakt getreten und bin überwältigt und gerührt von seiner Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit! Er erzählte mir, dass er sich gut an meine Familie erinnere und, dass man mich als Baby Ayikoru genannt habe. Das ist ein Lugbara Wort und bedeutet so viel wie: somebody who is joyous/ happy. Ich freue mich schon so sehr ihn und seine Eltern kennenzulernen, bin so aufegeregt und weiß gar nicht wohin mit meinen Gefühlen...
Sonntag, 16. Februar 2014
Die Sache mit den Geräten....
Ich habe hier kein Glück mit elektronischen Geräten...glücklicher Weise funktioniert mein Laptop noch. Viele andere haben sich allerdings in die ewigen Jagdgründe begeben::
Meine Sticks sind von den Copy- und Printshops so verseucht, dass sie ganz eigenartige Dinge mit Dateien anstellen.
Meine Digitalcamera ging eines Tages einfach nicht mehr an und bleibt bis heute stumm.
Das gleiche wiederfuhr meinem Handy, sodass ich ein neues Smartphone hier gekauft habe, welches ich allerdings in einem bajaji habe liegen lassen...nun bin ich sehr dankbar, dass Leo mir ihr Ersatzhandy hier gelassen hat. Damit kann ich zwar nicht ins Internet gehen, bin aber hier vor Ort erreichbar.
Meine externe Festplatte funktioniert zwar mit meinem Laptop, bei anderen muckt sie allerdings rum...vielleicht liegt das an ihrer monogamen Einstellung?
Ach und ein Ladekabel hat auch den Geist aufgegeben....
Mehr Geräte hatte ich nicht dabei.
Ich bin mir nicht ganz sicher ob das einfach am Klima (heiß, hohe Luftfeuchtigkeit, viel Staub) liegt, oder an den kleinen bunten Aliens...Ich werde es wohl nie herausfinden...
Falls sich also jemand fragt, warum er mich bei Whatsapp nicht erreichen kann (Dominic, damit meine ich vor allem dich :)), so liegt das an dem Fehlen meines Handys...
Ein schönes Wochenende für alle!
Meine Sticks sind von den Copy- und Printshops so verseucht, dass sie ganz eigenartige Dinge mit Dateien anstellen.
Meine Digitalcamera ging eines Tages einfach nicht mehr an und bleibt bis heute stumm.
Das gleiche wiederfuhr meinem Handy, sodass ich ein neues Smartphone hier gekauft habe, welches ich allerdings in einem bajaji habe liegen lassen...nun bin ich sehr dankbar, dass Leo mir ihr Ersatzhandy hier gelassen hat. Damit kann ich zwar nicht ins Internet gehen, bin aber hier vor Ort erreichbar.
Meine externe Festplatte funktioniert zwar mit meinem Laptop, bei anderen muckt sie allerdings rum...vielleicht liegt das an ihrer monogamen Einstellung?
Ach und ein Ladekabel hat auch den Geist aufgegeben....
Mehr Geräte hatte ich nicht dabei.
Ich bin mir nicht ganz sicher ob das einfach am Klima (heiß, hohe Luftfeuchtigkeit, viel Staub) liegt, oder an den kleinen bunten Aliens...Ich werde es wohl nie herausfinden...
Falls sich also jemand fragt, warum er mich bei Whatsapp nicht erreichen kann (Dominic, damit meine ich vor allem dich :)), so liegt das an dem Fehlen meines Handys...
Ein schönes Wochenende für alle!
Samstag, 15. Februar 2014
Nur mal so....
Es ist übrigens ein merkwürdiges Gefühl Fotos und Erfahrungsberichte so in das Internet hinauszuschicken. Ich fühle mich jedes Mal wieder unsicher: liest das jemand? Was ist eigentlich interessant für andere zu lesen? Und so weiter und so fort...Ich kenne das sonst nicht. Wenn ich etwas schreibe, ist das sonst immer direkt an jemanden adressiert.
Ich habe neulich in mein Tagebuch, das ich so gut wie nie führe, begonnen eine Liste mit den meistgesagten Ausrufen und Fragen zu führen und hatte sehr viel Spaß dabei mich mit Doa auszutauschen. Vielleicht hat jemand anderes ja auch Spaß daran. Diese Sätze sind jedenfalls aus meinem Alltagsleben nicht wegzudenken. Hier ist dann mal ein Auszug:
"Hier ist alles anders"
"no power, no cry"
"Boah! Ich schwitze!"
"Mambo!?" "Poa!" "Asanthe!"
"Was geht da so?"
"Da dachte ich nur so: Alter, fick dich!"
"krasser Arsch"
"Was ist denn mit ihm?"
"Boah, ist das alles anstrengend!"
"Man kann ja nicht alles gleichzeitig haben..."
"pfffffffff!" (Laut der Erschöpfung)
"Ist das normal?"
"Hmmmmm....lecker!!!!"
"Ist das geil!"
"Sie werden schon wissen, was sie tun..."
"Krass!"
"Ich weiß auch nicht...."
"Arschloch!" (Bei Moskitostichen)
"sooooo süß!"
"Mama S. ist die beste Köchin der Welt!"
Ich habe neulich in mein Tagebuch, das ich so gut wie nie führe, begonnen eine Liste mit den meistgesagten Ausrufen und Fragen zu führen und hatte sehr viel Spaß dabei mich mit Doa auszutauschen. Vielleicht hat jemand anderes ja auch Spaß daran. Diese Sätze sind jedenfalls aus meinem Alltagsleben nicht wegzudenken. Hier ist dann mal ein Auszug:
"Hier ist alles anders"
"no power, no cry"
"Boah! Ich schwitze!"
"Mambo!?" "Poa!" "Asanthe!"
"Was geht da so?"
"Da dachte ich nur so: Alter, fick dich!"
"krasser Arsch"
"Was ist denn mit ihm?"
"Boah, ist das alles anstrengend!"
"Man kann ja nicht alles gleichzeitig haben..."
"pfffffffff!" (Laut der Erschöpfung)
"Ist das normal?"
"Hmmmmm....lecker!!!!"
"Ist das geil!"
"Sie werden schon wissen, was sie tun..."
"Krass!"
"Ich weiß auch nicht...."
"Arschloch!" (Bei Moskitostichen)
"sooooo süß!"
"Mama S. ist die beste Köchin der Welt!"
Donnerstag, 13. Februar 2014
Mbudya - eine Insel vor der Großstadt
Von dem Hotel White Sands kann man mit kleinen Boten innerhalb von 15-20 Minuten zu der Insel Mbudya gelangen. Eigentlich ein Meeresschutzgebiet. Ich sage "eigentlich", weil wir feststellen mussten, dass die Müllentsorgung bzw. der Schutz des Schutzgebietes nicht sehr ernst genommen wird.
Wir kamen an und entschieden uns nicht an den Strand zu gehen, der direkt bei Ankunft vor einem liegt und wo die ganzen anderen Menschen sind. Wir liefen durch einen kleinen Wald, den ich als sehr beeindruckend empfand: Große Kakteen, am Waldrand, quasi als Eingangspforte, ein riesiger Baobab, verschiedenste Pflanzen und Bäume, kein Lüftchen und deshalb sehr stickige Luft und der Boden übersäht von versteinerten spitzen Korallen, die skurrille Formen bildeten (teilweise tiefe Löcher, die dick mit Spinnenweben überzogen waren: Kankras Höhlen - in einer von ihnen ein riesiger Krebs). 20-30 Minuten stapften wir also über die Korallen und trugen dabei nur Flip Flops, was uns den Weg sehr schwer machte, und schwitzten. Irgendwann hörten wir das Rauschen des Meeres, dass immer lauter wurde und plötzlich traten wir aus dem Wald hervor und standen an einem weißen Sandstrand vor türkisem Ozean...wären links und rechts nicht die Müllhaufen und einzelnen Schuhe gewesen, hätte einen das ganze an Reisekatalogbilder und die Blaue Lagune erinnern können. Kein anderer Mensch außer uns war dort und wir genossen sehr schöne ruhige Stunden dort.
Wir kamen an und entschieden uns nicht an den Strand zu gehen, der direkt bei Ankunft vor einem liegt und wo die ganzen anderen Menschen sind. Wir liefen durch einen kleinen Wald, den ich als sehr beeindruckend empfand: Große Kakteen, am Waldrand, quasi als Eingangspforte, ein riesiger Baobab, verschiedenste Pflanzen und Bäume, kein Lüftchen und deshalb sehr stickige Luft und der Boden übersäht von versteinerten spitzen Korallen, die skurrille Formen bildeten (teilweise tiefe Löcher, die dick mit Spinnenweben überzogen waren: Kankras Höhlen - in einer von ihnen ein riesiger Krebs). 20-30 Minuten stapften wir also über die Korallen und trugen dabei nur Flip Flops, was uns den Weg sehr schwer machte, und schwitzten. Irgendwann hörten wir das Rauschen des Meeres, dass immer lauter wurde und plötzlich traten wir aus dem Wald hervor und standen an einem weißen Sandstrand vor türkisem Ozean...wären links und rechts nicht die Müllhaufen und einzelnen Schuhe gewesen, hätte einen das ganze an Reisekatalogbilder und die Blaue Lagune erinnern können. Kein anderer Mensch außer uns war dort und wir genossen sehr schöne ruhige Stunden dort.
Die Zeit mit Jonas :) Dar-Stonetown-Moshi-Ngorongoro-Jambiani
Mein Liebster hat es trotz des Respektes vor langen Flügen auf sich genommen über 10 000 km zurückzulegen um mich besuchen zu kommen. Es war einer der verrücktesten Momente ihn aus dem Gate kommen zu sehen und endlich wieder in die Arme schließen zu können. Wir haben viel unternommen und sind in so kurzer Zeit dann doch recht weit herum gekommen...Leider habe ich nicht so viele Fotos, da Jonas die meisten gemacht hat und mein USB Stick von den Print- und Copyshops hier komplett verseucht ist und sehr merkwürdige Dinge mit meinen Dateien anstellt. Außerdem bin ich was das Fotos machen angeht nicht so gut...
In Dar selbst waren wir natürlich viel am Strand und essen, auch eine kleine Campusführung habe ich gegeben. Leider konnten wir nicht allzu viel erkunden, da der arme Jonas sehr mit der Klima- und Ernährungsumstellung zu kämpfen hatte und ich ja auch zur Uni musste.
In meinen Geburtstag haben wir ganz gemütlich hereingefeiert. Wir saßen im Wohnzimmer, hörten Musik und quatschten. Nachdem das Bier alle war, machten wir uns an den Konjagi, den aufgrund von mangelnden Getränken zum mischen mit Papayastücken tranken. Es war ein so schöner Abend und ich habe so süße Geschenke bekommen und war ganz gerührt!
Recht bald danach sind wir dann ein Wochenende nach Stonetown gefahren. Obwohl es viel regnete haben wir es uns sehr gut gehen lassen! Jonas hatte sich sofort, wie auch ich, in das Stonetwon Cafe verliebt, sodass wir meistens den Tag dort begonnen und dann eigentlich nur von Bar zu Bar bzw. Restaurant tingelten...ganz entspannt und gemütlich - und zusammen!
Über Weihnachten sind wir dann nach Moshi gefahren. 9 Stunden Busfahren mit einer 2 Minuten Pinkel- und einer 15 Minuten Mittagspause. Allerdings lohnt sich die lange Fahrt zu dem Städtchen am Fuße des Kilimanjaro. Es tat so gut ein bisschen aus der chaotischen Großstadt rauszukommen und einen Ort zu besuchen, an dem es nachts tatsächlich etwas kühler wird...Mit Bettdecke schlafen!! Mein Gott habe ich das vermisst!!! Jonas und ich kamen im Kindoroko Hotel unter, was ich jedem empfehlen kann. Den 24. begannen Jonas und ich mit dem Sonnenaufgang auf der Dachterasse des Hotels, von der aus man, wenn die Sicht klar ist, eine schöne Sicht auf den Kili hat und auf der anderen Seite bis zum Usambara-Gebirge blicken kann:
Tagsüber machten wir einen wunderschönen Ausflug zu einer Kaffeeplantage, die etwas höher lag. Diese Farben werde ich nie vergessen: strahlend blauer Himmel, saftiges Grün der Bananenpflanzen und rote Erde. Bei den Kaffeefarmern liefen wir über einen kleinen Markt, wo diese Farben noch mit dem Kunterbunt der Kleider und der Waren ergänzt wurde...Wir wurden herumgeführt und haben auch selber Kaffee geerntet und geröstet und getrunken - Unglaublich wie lecker dieser Kaffee schmeckte!
Am 1. Weihnachtstag schenkten wir uns dann eine Safari im Ngorongoro Krater. Unglaublich wie wunderschön die Landschaft alleine war! Wir waren wie in einem Rausch =) Und dann noch die Tiere...und die ganzen anderen Jeeps..
Als wir in das Schutzgebiet hineinfuhren, hielten wir zunächst an einer Aussichtsstelle, von der aus man in den Krater hineinschauen konnte. Mit dem Fernglas schauten wir nach unten und tatsächlich: Wir konnten winzig kleine Gestalten mit winzig kleinen Rüsseln ausmachen! Als könnte man die Elefanten auf die Hand nehmen auf der dann der kleine Rüssel kitzelt. Im Park selbst haben wir sie auch noch von weit weg gesehen, aber so oder so: es war faszinierend!
Zwar waren wir ein bisschen traurig Moshi wieder verlassen zu müssen, allerdings hatten wir auch einen Grund uns zu freuen: Felix und Melissa kamen am 28.12. und gemeinsam fuhren wir dann nach Zanzibar um dort einen wunderbar entspannten Strandurlaub in einem pornööösen Strandhaus zu verbringen. So ein ruhiges Sylvester hatte ich noch nie und wir alle haben die Zeit sehr genossen.
Leider habe ich ab jetzt keine Fotos mehr von dieser Zeit, wegen der oben genannten Probleme, aber glaubt mir einfach wenn ich sage: es war wunderschön in Jambiani (wo unser Haus war, an der Ostküste Sansibars). Auch wenn wir so einige Probleme mit der Gastronomie hatten ;)
Leider wurde ich einen Tag vor der Abreise zurück nach Dar es Salaam krank. Wir mussten einen Arzt zum Haus kommen lassen und zurück in Dar das Krankenhaus aufsuchen, wo ich Glucose zum Trinken bekam...nicht sehr empfehlenswert auch wenn es hilft.
In Dar selbst waren wir natürlich viel am Strand und essen, auch eine kleine Campusführung habe ich gegeben. Leider konnten wir nicht allzu viel erkunden, da der arme Jonas sehr mit der Klima- und Ernährungsumstellung zu kämpfen hatte und ich ja auch zur Uni musste.
In meinen Geburtstag haben wir ganz gemütlich hereingefeiert. Wir saßen im Wohnzimmer, hörten Musik und quatschten. Nachdem das Bier alle war, machten wir uns an den Konjagi, den aufgrund von mangelnden Getränken zum mischen mit Papayastücken tranken. Es war ein so schöner Abend und ich habe so süße Geschenke bekommen und war ganz gerührt!
Recht bald danach sind wir dann ein Wochenende nach Stonetown gefahren. Obwohl es viel regnete haben wir es uns sehr gut gehen lassen! Jonas hatte sich sofort, wie auch ich, in das Stonetwon Cafe verliebt, sodass wir meistens den Tag dort begonnen und dann eigentlich nur von Bar zu Bar bzw. Restaurant tingelten...ganz entspannt und gemütlich - und zusammen!
Über Weihnachten sind wir dann nach Moshi gefahren. 9 Stunden Busfahren mit einer 2 Minuten Pinkel- und einer 15 Minuten Mittagspause. Allerdings lohnt sich die lange Fahrt zu dem Städtchen am Fuße des Kilimanjaro. Es tat so gut ein bisschen aus der chaotischen Großstadt rauszukommen und einen Ort zu besuchen, an dem es nachts tatsächlich etwas kühler wird...Mit Bettdecke schlafen!! Mein Gott habe ich das vermisst!!! Jonas und ich kamen im Kindoroko Hotel unter, was ich jedem empfehlen kann. Den 24. begannen Jonas und ich mit dem Sonnenaufgang auf der Dachterasse des Hotels, von der aus man, wenn die Sicht klar ist, eine schöne Sicht auf den Kili hat und auf der anderen Seite bis zum Usambara-Gebirge blicken kann:
Tagsüber machten wir einen wunderschönen Ausflug zu einer Kaffeeplantage, die etwas höher lag. Diese Farben werde ich nie vergessen: strahlend blauer Himmel, saftiges Grün der Bananenpflanzen und rote Erde. Bei den Kaffeefarmern liefen wir über einen kleinen Markt, wo diese Farben noch mit dem Kunterbunt der Kleider und der Waren ergänzt wurde...Wir wurden herumgeführt und haben auch selber Kaffee geerntet und geröstet und getrunken - Unglaublich wie lecker dieser Kaffee schmeckte!
Am 1. Weihnachtstag schenkten wir uns dann eine Safari im Ngorongoro Krater. Unglaublich wie wunderschön die Landschaft alleine war! Wir waren wie in einem Rausch =) Und dann noch die Tiere...und die ganzen anderen Jeeps..
Als wir in das Schutzgebiet hineinfuhren, hielten wir zunächst an einer Aussichtsstelle, von der aus man in den Krater hineinschauen konnte. Mit dem Fernglas schauten wir nach unten und tatsächlich: Wir konnten winzig kleine Gestalten mit winzig kleinen Rüsseln ausmachen! Als könnte man die Elefanten auf die Hand nehmen auf der dann der kleine Rüssel kitzelt. Im Park selbst haben wir sie auch noch von weit weg gesehen, aber so oder so: es war faszinierend!
Zwar waren wir ein bisschen traurig Moshi wieder verlassen zu müssen, allerdings hatten wir auch einen Grund uns zu freuen: Felix und Melissa kamen am 28.12. und gemeinsam fuhren wir dann nach Zanzibar um dort einen wunderbar entspannten Strandurlaub in einem pornööösen Strandhaus zu verbringen. So ein ruhiges Sylvester hatte ich noch nie und wir alle haben die Zeit sehr genossen.
Leider habe ich ab jetzt keine Fotos mehr von dieser Zeit, wegen der oben genannten Probleme, aber glaubt mir einfach wenn ich sage: es war wunderschön in Jambiani (wo unser Haus war, an der Ostküste Sansibars). Auch wenn wir so einige Probleme mit der Gastronomie hatten ;)
Leider wurde ich einen Tag vor der Abreise zurück nach Dar es Salaam krank. Wir mussten einen Arzt zum Haus kommen lassen und zurück in Dar das Krankenhaus aufsuchen, wo ich Glucose zum Trinken bekam...nicht sehr empfehlenswert auch wenn es hilft.
Montag, 20. Januar 2014
Ein verrückter Sonntag
Skurril. Das würde auch passen...Ein Mädel mit riesigen Ohrringen sprach mich auf dem Campus an, ob ich nicht Lust hätte zu einer Modenschau am Wochenende zu kommen. Na klar! Doa und ich also ins bajaji und los. Zu Hause war eh der Strom weg und dann macht das keinen Spaß in der Bude =) Nach einigem hin und her und nach dem Weg fragen haben wir dan auch das Havana Cafe gefunden, wo das ganze unter dem Namen "High Fashion Tea" stattfinden sollte. Mansollte dazu sagen, dass wir im Bonzenviertel unterwegs waren, wo riesige Luxushotelanlagen stehen. Das war ein Kulturschock kann ich euch sagen, der mit Gefühlen des Ekels einherging. Kurz: Doa und ich fühlten uns absolut fehl am Platz. Die Frauen waren in schicken Kleidern und Highheels gekleidet, es gab Häppchen und Weißwein (der gar nicht lecker war) und das Cafe war mit Stühlen ausgestattet, die auch von Harald Glööööckner hätten sein können und an den Wänden waren Wandtatoos, die Orchideen abbildeten angebracht. Nach einer ganzen Weile des Sehens und Gesehenwerdens ging dann auch mal die Modenschau los, die mir dann sehr symphatisch war. Einige lokale Designer hatten Kollektionen kreiert, die von etwa 8 Models vorgeführt wurden. Die Models waren Frauen in sehr unterschiedlichen Formen und Größen: Von der schwangeren Mama bis hin zur dürren "Hippe" =) Sehr symphatisch!
Doa und ich beim probieren unseres Werbegeschenkes: Ein glitzernder Lipgloss! :D
Häppchen
Die Models
Hmmmhmmm...eeehhheeee...ich nehme das Weintrinken sehr ernst ;)
Nach der Veranstaltung wollten wir eigentlich etwas essen gehen, hatten aber vergessen, dass Sonntag war und an diesem Tag die meisten Restaurants in Dar geschlossen haben...schade! Wir sind dann Ewigkeiten mit verschiedenen bajajis herum und suchten...irgendwann waren wir einfach nur noch hungrig und müde und mussten aber auf unseren bajaji-Fahrer warten, der kam und kam nicht, weil er uns falsch verstanden hatte und an einem ganz anderen Ort auf uns wartete! Es wurde dunkel und wir bekamen schiss, mein handyakku ging aus, sodass wir ihn nicht mehr anrufen konnten. Wir gingen zur Hauptstraße um nicht mehr so abgeschieden im Dunkeln zu stehen (Nachdem uns ein in einem Jeep fahrende weiße Frau gewarnt hatte, dass die Gegend nicht sicher sei). Irgendwann konnte ich mein Handy wenigstens so lange anmachen um Doa die Nummer unseres Fahrers zu geben. Nach zahlreichen Gesprächen, unter anderem mussten wir das Handy wildfremden geben, damit die auf swahili erklären konnten wo wir eigentlich sind, haben wir zusammengefunden! Puh! Wir fragten dann ob er nicht irgendetwas kennen würde, wo wir was zu essen bekämen und er organisierte und Chipsi Kuku. Mann war das lecker! Und: schöner Kontrast: von High Fashion zu Grillhühnchen mit Pommes! :D
Episode: Rastas
Die Variationen von Flechtfrisuren, die vor allem von den Frauen, manchmal aber auch von Männern, getragen werden, sind ganz schön beeindruckend. Also wollte ich auch selbst einmal die Erfahrung machen wie es sich wohl so anfühlt Rastas zu haben. Zudem haben die den Vorteil, dass sie die einzelnen Haare zusammenhalten, sodass sie nicht immer in der verschwitzten Stirn oder im verschwitzten Nacken kleben. Ich fragte also Mama Soori nach Rat. Vor unserer Haustür befindet sich ja eine Art Garage, von der aus zwielichtige Benzingeschäfte betrieben werden, und deren Arbeiter hier zum Hof mit dazu gehören. Mama rief einen von ihnen zu uns, der ein Massai ist und wir machten aus, dass er am nächsten Tag meine Haare machen sollte. Ich sollte nur die Kunsthaare kaufen gehen und dann würde er das erledigen. Etwas überrumpelt davon, dass alles dann doch recht schnell ging, fragte ich mich also "Wo bekomme ich Kunsthaare her?"
Das Kaufen der Haare war dann auch so eine Erfahrung für sich und führte dazu, dass Doa und ich eine kleine 2 Stündige Wanderung unternahmen (im Nachhinein hätten wir es auch bedeutend einfacher haben können :) ). Es war schon ein merkwürdiges Gefühl mit einer schwarzen Plastiktüte voller Haare herumzulaufen!
An nächstem Tag sollte es also so weit sein...und ich wartete...und wartete...nach einiger Zeit ging ich rüber zu Mama S., die dann ihren Sohn bei dem Massai anrufen ließ nur um herauszufinden, dass dieser zu müde war um zu kommen und verschlafen hatte (vermutlich hatte er die ganze Nacht gearbeitet). Als ich mich gerade damit abgefunden hatte, dass es wohl einfach nicht sein sollte, wurde ich gerufen, auf ein Motorrad gesetzt und nach Sinza gefahren (eine Art Markt-/Shopviertel ganz in der Nähe). Dort war ein kleiner Laden, vor dem einige Massai chillten. Mein Fahrer übernahm für mich die Kommunikation und verhandelte den Preis, was sehr lieb von ihm war, und dann, ohne dass weiter mit mir gesprochen wurde, wurde ich auf ein Kissen auf dem Boden verfrachtet und um mich herum setzten sich 4 Massai auf die omnipräsenten Plastik-Gartenstühle - und los gings! 4 Stunden hat das ganze gedauert. 4 Stunden, in denen aus allen Richtungen an den Haaren gezogen wurde! Und ich kann euch sagen: schmerzfrei ist das ganze nicht. Und es hört auch 2 Tage danach nicht auf zu ziepen....
In process:
Nun hatte ich also meine ersehnten Rastas! :) und plötzlich waren meine Haare gut 30cm länger als zuvor!
Ich mochte meine Rastas, nur leider sind meine glatten Haare nicht dazu geeignet sie lange zu tragen. bereits nach 2 Wochen rutschten die oberen heraus und so begann das ganze etwas räudig auszusehen...nach 3 Wochen beschloss ich dann sie herauszunehmen. Ein Akt für sich! :) Ich hatte zwar im Hellen begonnen, aber das ganze dauerte auch wieder 3-4 Stunden, obwohl mir Basti und Doa so lieb geholfen haben! Und dann war natürlich der Strom ausgefallen, sodass wir bei Kerzenlicht im Wohnzimmer saßen und fleißig Zöpfen rausdrehten und das Kunsthaar von meinem echten Haar trennten....
Danach blieb ein riesen Haufen Kunsthaar auf dem Tisch und eine erschöpfte Hannah mit ganz eigenartigen Haaren zurück! =)
Und nach dem ersten Mal danach bürsten der erschreckende Moment: dieser Batzen Haare blieb in der Bürste hängen! ahhhh! Aber halb so wild, ich habe noch genug davon ;)
Abonnieren
Kommentare (Atom)












